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MICHAELISCHULE
Sterzinger Str. 12a
6330 Kufstein
Tel.:+43 05372 61068
Die Waldorfpädagogik wurde von Rudolf Steiner im Jahr 1919 für die Werksschule der Zigarettenfabrik Waldorf Astoria in Stuttgart entwickelt.
Rudolf Steiner war ein österreichischer Philosoph des 19.
und 20. Jahrhunderts. Er beeinflusste mit seinen 
Anschauungen und Konzepten verschiedene Lebensbereiche
wie etwa die Pädagogik (Waldorfpädagogik), die Kunst (Architektur und Eurythmie), die Medizin (Homöopathie und Anthroposophische Medizin) und die Landwirtschaft (Biologisch-dynamische Landwirtschaft).
Sein Ansatz in der Pädagogik stützt sich vor allem auf eine
Menschenkunde die den Menschen ganzheitlich be- trachtet. Der Mensch vollzieht seine Entwicklung in
Lebensabschnitten. Jede dieser Entwicklungsstufen hat 
einen bestimmten Entwicklungsauftrag.
Gerade in den ersten Lebensabschnitten des Menschen
werden Fähigkeiten und Anlagen grundgelegt, die zum
Teil erst Jahre später, oft in weiterentwickelter Form ihre Tragweite erkennen lassen.
Ein Beispiel dafür ist die besondere Aufmerksamkeit die im Vorschulalter der Sinnesentwicklung zukommt. Rudolf Steiner unterscheidet dabei 12 Sinne. Die Basissinne werden vor dem Schulalter zur vollen Entwicklung gebracht. Nach heutigen neurologischen Erkenntnissen weiß man,
dass hier die Voraussetzungen für Sprache, Lesen, Schreiben,
Mathematik und angemessenes Sozialverhalten geschaffen werden.
Der international anerkannte Lehrplan der Waldorf-
schulen berücksichtigt diese Entwicklungsphasen sowohl
im Fächerkanon, der inhaltlichen Aufbereitung des Lehrstoffes als auch in Methode und Didaktik des Unterrichtens.
Zugleich weist Rudolf Steiner schon im April 1923 in seinem
7. Vortrag in Dornach darauf hin, dass das Leben sich heute
nicht nach diesen menschenkundlichen idealen Forderungen richtet, sondern nach dem, was eben heute aus dem Leben heraus geboren ist. Und das sind die Schulreglemente, die Lehrpläne und dergleichen. Man steht daher sehr leicht vor
der Gefahr, das Kind in einer Weise zu erziehen, die zwar
richtig ist, durch die man es aber vielleicht dem Leben
entfremdet. So muss eine Art Kompromiss gemacht werden.
Die Kinder werden nach Möglichkeit so von Stufe zu Stufe nach menschenkundlichen Erkenntnissen geführt, dass die
Kinder nach bestimmten Klassen übertreten können in eine

gewöhnliche Volksschule.
Die Mittel- und Oberstufe können unsere Schüler/innen an den Waldorfschulen in freier Trägerschaft in Rosenheim oder Innsbruck absolvieren. Nach der 4. Schulstufe ist auch ein Übertritt des Kindes in die Regelschule (Hauptschule, Gymnasium) möglich.
Weiterführende Informationen finden sie unter:
» Der Unterricht
» Beurteilung + Stundentafel + Lehrplan
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