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Wir gratulieren der freien Waldorfschule Innsbruck für die ehrenvolle Auszeichnung zur »UNESCO-Schule
und damit ist Innsbruck Mitglied im weltweiten Netzwerk der UNESCO-Modellschulen


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Peter Michael Lingens Schul-Ungerechtigkeit


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Legasthenie in der Waldorfpädagogik


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Freude am Unterricht zu haben ist mindestens ebenso wichtig, wie die guten Resultate!

Mit lieben Grüßen
Rosmarie Bluder
Waldorfschule Klagenfurt


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für Anfänger und Fortgeschrittene
jeden Do in der Turnhalle der HBLA Kufstein
von 17:30 bis 18:30 Uhr
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Zeugnis - Abschluss - Stundentafel - Lehrplan

Didaktische Grundsätze
aufgrund der Entwicklungsphasen junger Menschen 

Die zweite Entwicklungsstufe umfasst das 7. bis 14. Lebensjahr. Der Lehrplan einer Waldorfschule in freier Trägerschaft wird hinsichtlich des Lehrstoffes und der Grundsätze des Lehrens und Lernens (Didaktik) gegliedert und ausgestaltet gemäß den Entwicklungsphasen junger Menschen, deren Konstitution sich um das 7. und 14. Lebensjahr wesentlich verändert.

Hatte das Kind während des ersten Jahrsiebents den physischen Organismus auszubilden, so werden nun um das 7. Lebensjahr die schulbaren Kräfte frei; sie beginnen im seelischen Bereich des Kindes als sich entwickelndes Gedächtnis und als Vorstellungskraft die Grundlage für die Lernfähigkeit zu bilden.

Die Entwicklung zwischen der beginnenden Schulreife und der Pubertät (ca. 14. Lebensjahr.) kann man im wesentlichen in zwei Phasen aufgliedern. Die erste Phase bis zum 9./10. Lebensjahr (1. bis 3. Schulstufe) und die zweite Phase bis zum 14./15. Lebensjahr (4. bis 8. Schulstufe).

In der ersten Phase wirken noch stark die Nachahmungskräfte der frühen Kindheit herein, dies kommt vor allem dem Sprach- und Musikunterricht zugute, der auf diesen Kräften die Unterrichtsmethodik aufbaut. Die Unterrichtsmethodik der zweiten Entwicklungsstufe, die jetzt auf den erwachenden Vorstellungs- und Gedächtniskräften aufbaut, muss in der ersten Phase zunächst noch sehr bildhaft sein. In der zweiten Phase entwickeln die Kinder bereits ein bewussteres Verhältnis zur Welt.

Das Ich-Bewusstsein stärkt sich, es vollzieht sich eine Abtrennung von der Umwelt, in und mit der es in großer Selbstverständlichkeit gelebt hat. Das Seelenleben des Kindes wird innerlicher und unabhängiger. Das Kind will Welt und Erzieher von einer neuen Seite kennen lernen, es will bewusster verehren, wo es vorher kindlich liebte. Es will aber auch spüren, dass seine Verehrung berechtigt ist. Der Sinn für die praktischen Realitäten erwacht nun. Diesem Wandel müssen die Erzieher und Lehrer Rechnung tragen. Das Bildhafte ist auch jetzt noch angebracht. Es wird aber seines "Märchencharakters" entkleidet. In erlebnishaft geprägten Bildern erfasst das reifere Kind der zweiten Phase vor der Pubertät die wahrnehmbare Welt. "Das Kind dieser Entwicklungsstufe soll zuerst sehen, erleben und erfahren, ehe es anfängt das Gesehene mit dem Werkzeug intellektueller Begriffe zu interpretieren, Begriffliches in das Geschaute hineinzuprojezieren.“ (Zitat aus "Durchbruch zur Menschenschule" von K. Brodbeck). "Wir dürfen das Kind nicht verfrüht zu einer Denkweise veranlassen, die alle Gefühlswerte ausschaltet und die Wirklichkeit letztlich auf ein Skelett abstrakter Begriffe und Formeln reduziert." (aus Otto Müller in "Was schulden wir dem Kind im Vorschulalter?"). Anschauliche Phänomene sollen Zusammenhänge erkennbar machen, aus denen dann vom 12. Lebensjahr ab die Gesetzmäßigkeiten gedanklich klar erfasst werden können und sollen. Somit steht mehr und mehr das Bilden von Begriffen anhand der gegebenen Realitäten im Vordergrund.

Das Empfinden für das Schöne und Ausgewogene soll in der zweiten Entwicklungsstufe bewusst gepflegt werden. Das Erlebnis des Durchschauenkönnens der Welt in ihrer sinnvollen Ordnung und Schönheit gibt dem Schüler für die Umbruchsituation der nahenden Geschlechtsreife Sicherheit und Zuversicht. Er soll also angeleitet werden, sich selbständig im Gedanklichen soweit bewegen zu können, dass er sich nun mit seinem Denken einen sicheren Zugang zu seiner Umwelt eröffnen kann, in der er vorher tätig war.

Dem Bedürfnis nach Bewegung und Eigentätigkeit in der zweiten Entwicklungsstufe wird in rhythmischen, sprachlichen und musikalischen Übungen Rechnung getragen, so dass auch das Leibliche von innen her ergriffen, durchgearbeitet und damit geordnet wird. Rücksicht und Aufmerksamkeit auf den anderen und der Wille zur Hilfeleistung werden erübt. An sinnvolle Regeln im menschlichen Umgang mit den Dingen sollen sich die Kinder von Anfang an gewöhnen.

Insgesamt fordert diese Methodik vom Lehrer einen schöpferischen, engagierten Unterricht, und ein hohes Maß an künstlerischem Geschick. Es darf dem Lehrer dabei nicht darauf ankommen, Einzelfähigkeiten besonders früh zu schulen; alle Anlagen und Begabungen sind in Beziehung zueinander zu fördern. Besondere Aufmerksamkeit ist der Ausbildung von sozialen Fähigkeiten zu widmen.

Der Fremdsprachenunterricht bewegt sich, analog zur sprachlichen Entwicklung und zur Unterrichtsarbeit in der Muttersprache, zunächst im Singen, Spielen, freien Sprechen, ehe in der 4. Klasse erste grammatikalische Übungen und Schreibübungen Teil der Unterrichtsarbeit werden. Die Schüler sollen in den Wendungen der fremden Sprache leben und denken, einen aktiven Wortschatz, eine ihrer Altersstufe entsprechende idiomatische Sicherheit, eine gute Aussprache erzielen.

Turnen wird als gesonderter Unterrichtsgegenstand erst ab der 3. Klasse geführt; er ist jedoch in Vorformen bereits Teil der Unterrichtsarbeit im Fachunterricht der 1. und 2. Klasse (Spielturnen).


Stundentafel:



Schulstufe 1 2 3 4
Hauptunterricht
(Deutschunterricht, Rechnen, Sachkunde, Formenzeichnen)
12 12 12 12
English 2 2 2 2
Französich/Italienisch 2 2 2 2
Religion 1 (2) 1(2) 1(2) 1(2)
Leibeserziehung (Spielstunde) 1 1 1 1
Musikerziehung 1 2 2 2
Eurythmie 1 1 1 1
Handarbeit 2 2 2 2
Malen 1 1 1 1
Summe Wochenstunden 23 24 24 25


Zeugnisse


Lesen und SchreibenDie Kinder werden während der Unterrichtszeit vom Lehrer in Mitarbeit, Aufnahme der Unterrichtsinhalte und sozialem Verhalten genau betrachtet. Aus diesen Beobachtungen wird dann ein Zeugnis in Form einer umfassenden Beschreibung des Kindes angefertigt.

Nach Abschluss der Grundschule bekommen die Kinder zusätzlich ein staatlich anerkanntes Abschlusszeugnis mit Noten. Verlässt ein Kind vor Abschluss der Grundschuljahre die Schule, kann auf Antrag zur schriftlichen Beschreibung ein staatlich anerkanntes
Zeugnis ausgestellt werden.

 

Auszug aus dem Lehrplan der Waldorfschule Kufstein

§ 2. AUFGABEN

Handwerksexkursion zum Schmied in der vierten KlasseDie MICHAELISCHULE Kufstein will eine Schule der Gegenwart für die Zukunft sein. Ihre Aufgaben in Erziehung und Unterricht gehen aus den äußeren und inneren Erfordernissen des gegenwärtigen Lebens hervor. Dazu gehören:

a) In den ersten vier Schuljahren sollen die dem Kinde innewohnenden Kräfte schützend gepflegt werden, damit es in seinem Wesen wachsen kann, um später das Leben aus eigenen Impulsen heraus ergreifen und gestalten zu können.
b) Entfaltung der Persönlichkeit; Entwicklung der in jedem
Menschen ruhenden Begabungen und Fähigkeiten; sowie
seiner geistigen, seelischen Führung zu Körperbewusstsein un Selbstbewusstseinund leiblichen Kräfte.
c) Erweckung von Anteilnahme an der menschlichen, natürlichen und dinglichen Umwelt, Förderung des freien Lernwillens und des forschenden Verhaltens.
d) Die Kinder sollen durch Bewegung und schöpferische Tätigkeit Selbstvertrauen und Selbstsicherheit erlangen. Schulung von Wahrnehmungs- und Einfühlungsvermögen und soziales Verantwortungsbewusstsein im Miteinander sollen entwickelt werden.
Die Willensschulung des Kindes soll über die Pflege von rhythmisch wiederkehrenden Unterrichtselementen erfolgen, die das Kind in künstlerisch-bildhafter Weise in seiner Seele ansprechen.


Die Anthropologie Rudolf Steiners ist Grundlage der an der
Handwerksepoche beim SchmiedMICHAELISCHULE geübten pädagogischen Praxis: der an einer Waldorfschule unterrichtende und erziehende Lehrer ist um eine Erkenntnis der Entwicklung der ihm anvertrauten Kinder bemüht.
Er arbeitet gleichzeitig an seiner Verwandlungsfähigkeit und Selbsterziehung um die schöpferischen Kräfte zu entbinden, deren Handhabung Voraussetzung dafür ist, dass Erziehungsarbeit Erziehungskunst werden kann. Ziel einer solchen Unterrichts- und Erziehungsweise ist es, dem heranwachsenden Menschen das zu vermitteln, was er an Hilfestellung bedarf, damit sich die in ihm
liegenden Kräfte des Leibes, der Seele und des Geistes gesund Handwerksepoche beim Schmied
entwickeln und so zu Instrumenten seiner Individualität werden können.
Die Unterrichtsinhalte werden daher in erster Linie als Bildungsmittel eingesetzt, durch die Wahrnehmung, Denken und Erkennen, schöpferisches einfühlendes Erleben, aber auch soziales Empfinden und Willenskräfte geschult werden. Maß bzw. Orientierung des Erziehungsprozesses ist nicht nur die gegenwärtig organisierte Gesellschaft und ihr Bewusstsein, sondern mehr noch das Kind selbst mit den in ihm veranlagten Fähigkeiten, Begabungen und Impulsen, welche über die Gegenwart hinausweisen.


Wenn Sie mehr wissen wollen , kontaktieren Sie uns, rufen Sie uns an:
Wir sind für Sie da: Di und Do von 10:00 bis 12:00 Uhr
Unsere Telefonnummer: ++49 5372 61068

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